Humor

Beim Lachen sind fast alle Gesichtsmuskeln beteiligt und werden besser durchblutet, der Kreislauf wird aktiviert, Endomorphine werden ausgeschüttet, die Adrenalinauschüttung verlangsamt, das Zwerchfell massiert die Bauchorgane, Ärger und Angst werden kleiner, unsere Stimmung hellt sich auf, unsere Abwehrkräfte werden gestärkt. Lächeln Sie sich freundlich im Spiegel an, lächeln Sie mal auf der Straße Passanten oder die Verkäuferin im Laden an und beobachten Veränderungen Ihres eigenen Gemütszustandes.
Früher analysierte man tiefgründig worüber der einzelne Mensch lacht, heute eher die Veränderungen wenn er lacht. Eine Minute Lachen hat eine ähnliche Wirkung wie 45 Minuten Entspannungstraining. Lachen ist eine kostenlose und nebenwirkungsfreie Medizin, die uns jederzeit verfügbar ist.
Erinnern Sie sich mal mehrmals am Tag an eine lustige Situation oder an einen Witz und schmunzeln Sie dabei und beobachten Sie dabei Ihre Reaktionen. Auch „wenn es mal nichts zum Lachen gibt“, bemühen Sie sich um ein Lächeln. Lachen und Lächeln wirkt auch, wenn Sie es bewusst herbeiführen.
Der Humor in der Logotherapie In der "sinnzentrierten Psychotherapie", genannt "Logotherapie", von Viktor E. Frankl spielt der Humor eine wichtige Rolle. Er steht für die spezifisch humane Fähigkeit zur Selbstdistanzierung, deren Mobilisierung z.B. bei Angsterkrankungen einen wichtigen Heilungsimpuls bedeutet. Er ermöglicht aber auch generell lebensförderliche Einsichten, weil der Widerstand gegen pädagogische und therapeutische Belehrungen aller Art sinkt, sobald diese in humorvoll-narrativer Form präsentiert werden. Somit könnte man ihn - um Frankl zu zitieren - als ein "Existential" im Heidegger'schen Sinne erachten, analog zur Sorge und zur Liebe. (Elisabeth Lukas)